Google als Stromfresser Schuld am Klimawandel?
Wieviel Strom verbraucht eigentlich das Internet? Anhand von Suchanfragen bei Google wurde dies versucht zu berechnen: eine einzige Suchanfrage bei Google verursache zwar nicht viel CO2 ( gerade einmal Emissionen im Milligrammbereich), doch wenn die enorme Menge an Suchanfragen berücksichtigt wird, könne man von einem CO2-Ausstoß mit riesigen Ausmaßen ausgehen.
Neun Milliarden Suchanfragen bei der Suchmaschine Google gab es. Nein, nicht im Jahr. In einem Monat: und zwar im März diesen Jahres. Und nein, nicht auf der ganzen Welt. Sondern allein in den USA.

Quelle: kwerfeldein
Wie die britische Zeitung “The Guardian” berichtet, sei der Stromverbrauch, der durch das Internet entsteht, viel zu hoch.
Jedes Laden von Text, Bild, Sound oder Video verbrauche Strom. Natürlich müssen dafür nicht die Verbraucher zahlen, die Online-Anbieter kommen für den Internet-Stromverbrauch auf.
Doch nicht nur die Unternehmen seien vom hohen Stromverbrauch belastet: auch die Umwelt trage die Konsequenzen des Internetbooms:
- Laut der Wissenschaftszeitschrift “The Scientist” verursache eine Suchanfrage bei Google einen CO2-Ausstoß von 200 Milligramm.
- Umgerechnet würden 1000 Internetsuchanfragen genausoviel CO2 ausstoßen, wie eine Autofahrt von einem Kilometer.
- Die Suchanfragen in den USA im März verbrauchten demnach genauso CO2 wie neun Millionen Kilometer Autofahrt ausstößt.
- Um den CO2-Ausstoß eines solchen Ausmaßes zu erreichen, müsste man bei einem Auto-Verbrauch von 8l pro 100 Kilometer also 720.000 Liter Benzin verfahren.
Wieviel Strom bei Suchanfragen im Internet tatsächlich verbraucht wurde, untersuchte die US-Umweltbehörde: im Jahr 2006 sei in amerikanischen Rechenzentren der Verbrauch von 61 Milliarden Kilowattstunden verzeichnet worden – eine Menge, die jährlich steige. Diese Strommenge reiche aus, um ganz Großbritannien für den Zeitraum von 2 Monaten mit Strom zu versorgen.